Der Mainzer Untergrund ist geprägt von den quartären Ablagerungen des Rheins – Kiese, Sande und Auelehme wechseln sich auf kurzer Distanz ab, dazu kommen örtlich tertiäre Kalk- und Mergelschichten. Auf 49°59' nördlicher Breite treffen wir in Baugruben oft auf heterogene Schüttungen, deren Verdichtungsgrad ohne zerstörungsfreie Prüfung kaum belastbar einzuschätzen ist. Genau hier setzt die Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren an: ein direktes, bodenmechanisch sauberes Verfahren nach DIN 18125-2, das den Trockenraumdichte-Istwert unmittelbar mit dem Proctor-Referenzwert vergleicht. Ein Verdichtungsgrad von 97 oder 100 Prozent ist in Mainz kein theoretischer Sollwert – er entscheidet über Setzungsfreiheit unter Bodenplatten und Tragfähigkeit unter Verkehrswegen. Der Sandkegelversuch liefert uns diesen Wert in 20 Minuten auf der Baustelle, unabhängig von Witterung und Korngröße, solange das Größtkorn 63 mm nicht überschreitet – was bei Rheinkiesen selten der Fall ist. Für Baugrundprofile tiefer als 30 cm Tiefe kombinieren wir die Prüfung mit der SPT-Bohrung, sobald die Tragfähigkeit in größerer Tiefe nachzuweisen ist.
Der Sandkegelversuch ist kein Labortest – es ist die direkte Dichtebewertung auf der eingebauten Lage, mit nachvollziehbarem Ergebnis in Echtzeit.
Arbeitsumfang in Mainz
- Einsetzbar bei allen Bodenarten mit Größtkorn ≤ 63 mm
- Keine Strahlenschutz-Auflagen nötig
- Kalibrierung des Geräts vor jeder Messserie mit Referenzsand
- Prüftiefe bis ca. 30 cm, bei Lagenprüfung ideal

Lokale geotechnische Bedingungen in Mainz
Die DIN 18125-2 verlangt für das Sandkegelverfahren eine sorgfältige Vorbereitung der Prüfstelle – loses Material an der Oberfläche muss entfernt, das Planum horizontal abgezogen sein. In Mainz wird diese Anforderung oft unterschätzt: Gerade bei Rheinkiessanden mit hohem Rundkornanteil kann das Ausfließen des Eichsands ungleichmäßig erfolgen, wenn die Grubenwandung nicht stabil steht. Ein Messfehler von nur 50 Gramm entspricht bei einer 1.500 cm³ großen Prüfgrube bereits einer Abweichung von rund 0,03 g/cm³, was den Verdichtungsgrad um mehrere Prozentpunkte verfälschen kann. Wir dokumentieren deshalb jede Prüfstelle fotografisch, wägen mit kalibrierten Waagen und führen bei Auffälligkeiten eine Wiederholungsmessung im Abstand von 50 cm durch. Ein zu niedrig gemessener Verdichtungsgrad führt in der Regel zum Nachverdichten und zur erneuten Abnahme – das kostet Zeit und Geld, das bei korrekter Erstprüfung vermeidbar gewesen wäre. Besonders kritisch ist das Verfahren bei bindigen Böden mit hohem Wassergehalt; hier kombinieren wir es oft mit dem Plattendruckversuch, um Verformungsmodul und Verdichtungsgrad gemeinsam zu bewerten.
Unsere Leistungen
Unser Prüfspektrum für die Verdichtungskontrolle in Mainz deckt alle gängigen direkten und indirekten Verfahren ab – vom klassischen Sandkegelversuch bis zur dynamischen Plattendruckprüfung. Jeder Einsatz beginnt mit der Klärung der Bodenart und der geforderten Nachweisgrenzen.
Felddichtebestimmung Sandkegel
Dichtemessung nach DIN 18125-2 auf Erdplanien, Auffüllungen und Verfüllungen – inklusive Wassergehaltsbestimmung und Proctor-Abgleich.
Verdichtungskontrolle mit Plattendruck
Dynamischer und statischer Plattendruckversuch zur Ermittlung des Verformungsmoduls Ev2/Ev1 – ideal für grobkörnige Tragschichten.
Proctorversuch im Labor
Bestimmung der einfachen Proctordichte als Referenzwert für die Felddichtebestimmung – durchgeführt im akkreditierten Labor mit Rückstellprobe.
Kombinierte Dichte- und Tragfähigkeitsprüfung
Gebündelte Abnahme von Verdichtungsgrad und Verformungsmodul in einem Prüfeinsatz – spart Zeit und reduziert die Baustellenkoordination.
Gängige Fragen
Was kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Mainz?
Für eine Einzelmessung nach DIN 18125-2 inklusive An- und Abfahrt im Stadtgebiet Mainz liegen die Kosten zwischen 110 und 110 Euro. Bei mehreren Prüfpunkten auf einer Baustelle reduziert sich der Stückpreis, da Rüstzeit und Wegekosten nur einmal anfallen. Eine verbindliche Kalkulation erhalten Sie nach Angabe der Anzahl Lagen und Prüfstellen.
Wann ist das Sandkegelverfahren dem Nuklearsondenverfahren vorzuziehen?
Das Sandkegelverfahren ist immer dann die erste Wahl, wenn Strahlenschutzauflagen vermieden werden sollen – etwa auf beengten innerstädtischen Baustellen in Mainz oder bei sensiblen Bauherren. Es eignet sich hervorragend für grobkörnige Rheinsande und Kiese, während Nuklearsonden bei feinkörnigen Böden mit homogener Struktur Vorteile haben. Zudem entfällt beim Sandkegelversuch die Notwendigkeit der radiometrischen Kalibrierung vor Ort.
Wie viele Prüfstellen sind pro Lage erforderlich?
Nach ZTV E-StB 17 richtet sich die Prüfdichte nach der Fläche: bei Erdplanien im Hochbau rechnet man mit etwa einer Prüfstelle je 250 m² pro Lage, im Straßenbau sind es je nach Belastungsklasse zwischen 3 und 5 Prüfungen je 1.000 m². Wir stimmen den Prüfplan vorab mit dem Baugrundgutachter und der Bauleitung ab, damit keine Über- oder Untererfassung entsteht.
Können Sie die Prüfung auch bei laufendem Baubetrieb durchführen?
Ja, das Sandkegelverfahren benötigt etwa 20 Minuten pro Punkt und eine horizontale, ungestörte Prüfstelle. Wir arbeiten parallel zum Einbau, prüfen die fertig verdichtete Lage, während der nächste Abschnitt vorbereitet wird. Der Prüfbericht mit Verdichtungsgrad und Fotodokumentation liegt dem Bauleiter noch am selben Tag vor.