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Mainz, Germany

Korngrößenanalyse in Mainz: Siebung & Hydrometer für sichere Baugrundbewertung

Mainzer Bauherren unterschätzen oft den Einfluss feiner Kornanteile. Ein Fundament auf scheinbar tragfähigem Rheinsand versagt, weil wenige Prozent Schluff die Wasserdurchlässigkeit drastisch reduzieren. Genau hier setzt unsere Korngrößenanalyse an. Sie trennt das Korngerüst von Sieb- bis in den Feinstkornbereich und liefert die Kornverteilungskurve, die jeder Statiker für die Bemessung nach Eurocode 7 braucht. Ohne diese Kurve bleibt jede Bodenklassifikation nach DIN 18196 Stückwerk. Wir kombinieren Trockensiebung für die Grobfraktion ab 0,063 mm mit der Aräometerschlämmanalyse nach DIN 18123. Gerade in den quartären Rheinterrassen von Mainz, wo sandig-kiesige Wechsellagerungen mit Schlufflinsen typisch sind, verhindert die vollständige Kornsummenkurve teure Überraschungen beim Aushub. Ergänzend bieten wir den Plattendruckversuch an, um das Verformungsverhalten direkt auf der Aushubsohle zu prüfen.

Eine vollständige Kornsummenkurve von 0,002 mm bis 63 mm — das ist der genetische Fingerabdruck des Mainzer Baugrunds.

Arbeitsumfang in Mainz

Unser Labor in Mainz arbeitet mit einem Analysensiebturm nach DIN ISO 3310-1. Die quadratischen Maschenweiten reichen von 63 mm für Grobkies bis 0,063 mm für Feinsand. Für die Feinstkornbestimmung unter 0,063 mm setzen wir das Aräometer nach Casagrande ein. Eine Suspension aus 50 Gramm Ofentrockenprobe und destilliertem Wasser wird im Standzylinder temperiert. Das Aräometer misst die Dichteabnahme über die Zeit. Mit dem Stoke'schen Gesetz rechnen wir die Sinkgeschwindigkeit in Äquivalentdurchmesser um. In Mainzer Rheinsanden mit Glimmeranteil justieren wir das Dispergierungsmittel sorgfältig, sonst verfälschen die plättchenförmigen Minerale das Ergebnis. Die Kombination beider Verfahren — Siebung und Schlämmanalyse — ergibt die vollständige Kornsummenkurve von 0,002 mm bis 63 mm. Bei Auffüllungen mit Bauschuttanteil empfehlen wir vorab eine Schürfgrube, um gestörte Proben aus definierten Tiefen zu gewinnen, bevor die Sieblinie sinnlos wird.
Korngrößenanalyse in Mainz: Siebung & Hydrometer für sichere Baugrundbewertung
Korngrößenanalyse in Mainz: Siebung & Hydrometer für sichere Baugrundbewertung
ParameterTypischer Wert
PrüfverfahrenTrockensiebung + Aräometer nach DIN 18123
Kornbereich0,002 mm bis 63 mm (Ton bis Grobkies)
Probenmenge2-5 kg je nach Größtkorn, ungestört oder gestört
AräometertypAräometer nach Casagrande, kalibriert bei 20 °C
SiebsatzDIN ISO 3310-1, Maschenweiten 0,063–63 mm
ErgebnisdarstellungKornsummenkurve, Ungleichförmigkeitszahl Cu, Krümmungszahl Cc
BodenanspracheKlassifikation nach DIN 18196 und DIN EN ISO 14688
Dauer Routine3-5 Werktage ab Probeneingang

Lokale geotechnische Bedingungen in Mainz

In Mainz sehen wir immer wieder, dass Bauherren nur eine einfache Siebung bis 0,063 mm beauftragen. Das reicht nicht. Gerade die Feinstkornfraktion unter 0,063 mm — Schluff und Ton — steuert Frostempfindlichkeit, Kapillarität und Wasserwegigkeit. Ein Rheinsand mit 8 % Schluffanteil ist nach DIN 18196 plötzlich ein frostempfindlicher Boden der Klasse F2. Die Folgen: höhere Aushubtiefen für frostfreie Gründung, teurer Bodenaustausch. Noch kritischer wird es bei Stützwänden am Mainufer: feinkornreicher Boden hinter der Wand baut Porenwasserüberdruck auf, wenn er nicht dräniert wird. Die Kornsummenkurve entscheidet, ob ein Geotextil als Filter taugt oder zusetzt. Unser Labor prüft jede Probe im Doppel — Siebrückstand und Aräometerablesung werden auf Plausibilität abgeglichen. Bei organoleptisch auffälligen Proben schalten wir den Glühverlust nach DIN 18128 vor, um den Humusgehalt zu quantifizieren.

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Antwort innerhalb von 24h.

Anwendbare Normen: DIN 18123:2011-04 – Baugrund, Untersuchung von Bodenproben – Bestimmung der Korngrößenverteilung, DIN 18196:2011-05 – Erd- und Grundbau – Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke, DIN EN ISO 14688-1:2020-11 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Benennung, Beschreibung und Klassifizierung von Boden, DIN ISO 3310-1:2017-11 – Analysensiebe – Technische Anforderungen und Prüfung, Eurocode 7 – DIN EN 1997-2:2010-10 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung

Unsere Leistungen

Unsere Korngrößenanalyse in Mainz deckt das volle Spektrum von der Probenahme bis zur gutachterlichen Interpretation der Sieblinie ab. Drei Leistungspakete für unterschiedliche Projektphasen:

Korngrößenanalyse Komplett (Sieb + Aräometer)

Vollständige Kornsummenkurve von Ton bis Grobkies. Inklusive Ungleichförmigkeitszahl Cu, Krümmungszahl Cc und Bodenklassifikation nach DIN 18196. Für Baugrundgutachten, Gründungsbemessung und Versickerungsnachweis nach DWA-A 138.

Siebanalyse Grobfraktion

Trockensiebung von 0,063 bis 63 mm für Sande und Kiese. Bestimmung der Sieblinie, Ermittlung des Ungleichförmigkeitsgrads. Geeignet für Filterstabilitätsnachweise bei Dränagen und die Rammbarkeit von Spundwänden.

Schlämmanalyse Feinstkorn

Aräometerverfahren für den Kornbereich unter 0,063 mm. Quantifizierung von Schluff- und Tonanteil. Notwendig zur Beurteilung der Frostempfindlichkeit, Plastizität und zur Dispersionsneigung bindiger Böden.

Gängige Fragen

Was kostet eine Korngrößenanalyse nach DIN 18123 in Mainz?

Die komplette Analyse mit Siebung und Aräometer liegt zwischen €100 und €160 pro Probe. Der Preis hängt vom Anteil der Feinkornfraktion ab, weil eine aufwendige Aräometer-Serie mehr Messpunkte erfordert. Reine Siebanalysen sind günstiger. Bei mehr als fünf Proben gewähren wir einen Staffelrabatt.

Wie viel Probenmaterial brauchen Sie für die Korngrößenanalyse?

Das hängt vom Größtkorn ab. Bei Sanden und Kiesen bis 31,5 mm reichen 2-5 kg gestörte Probe. Enthält der Boden Steine über 63 mm, benötigen wir mindestens 20 kg, um die Grobfraktion repräsentativ zu erfassen. Für die Aräometeranalyse genügen daraus 50 Gramm Feinkorn.

Warum reicht eine einfache Siebung nicht aus?

Weil der Anteil unter 0,063 mm — Schluff und Ton — das Baugrundverhalten dominiert. Wenige Prozent Feinkorn machen einen Sand frostempfindlich, bindig oder kapillar leitend. Nur das Aräometer nach DIN 18123 erfasst diesen Bereich zuverlässig. Ohne diesen Wert ist die Bodenklassifikation nach DIN 18196 unvollständig und die Gründung möglicherweise unterdimensioniert.

Welche Normen wenden Sie für die Bodenklassifikation an?

Die Kornsummenkurve wird nach DIN EN ISO 14688-1 benannt und nach DIN 18196 klassifiziert. Für die geotechnische Erkundung gilt Eurocode 7 (DIN EN 1997-2). Bei Frostempfindlichkeit ziehen wir die ZTVE-StB heran, bei Versickerungsfragen das Arbeitsblatt DWA-A 138.

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